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Malteser Buxtehude

Auf vier Rädern zur Gottesmutter

Malteser fuhren Kranke zur Marienwallfahrt nach Germershausen

13.06.2017
Hermann-Josef Butterwegge und sein behinderter Sohn Mathias sind so treue Malteser-Gäste, dass Mathias Butterwegge schon Malteser-Jacken trägt; Bildquelle: Malteser
Hermann-Josef Butterwegge und sein behinderter Sohn Mathias sind so treue Malteser-Gäste, dass Mathias Butterwegge schon Malteser-Jacken trägt; Bildquelle: Malteser

Germershausen (mhd) „Gott spricht: Ich will, dass Du bist!“ - so lautete das Motto der Marienwallfahrt, zu der das Dekanat Untereichsfeld am Sonntag, 11. Juni, besonders Menschen mit Behinderung und Kranke jeden Alters nach Germershausen einlud. Die Malteser aber sprachen: „Wir fahren Dich“ und brachten rund 60 Kranke und deren Angehörige aus verschiedenen Teilen des Bistums zur Wallfahrtskirche „Maria in der Wiese“.

Den größten Anteil an der Malteserflotte hatten neun Wagen aus Hildesheim. Wolfsburg und Duderstadt waren mit jeweils einem Kleinbus in Germershausen vertreten. Malteser-Fahrdienstleiter Tobias Meyer hatte die Touren von der Bischofsstadt aus organisiert und dafür gesorgt, dass die Gäste an der Haustür abgeholt und auch wieder dorthin zurückgebracht wurden. Für viele Teilnehmer war dies die einzige Möglichkeit, überhaupt nach Germershausen zu kommen. „Wir fanden dieses Angebot sehr hilfreich“, lobte Marlen Schulle, die mit ihrem 82-jährigen, gehbehinderten Ehemann in Algermissen eingestiegen war. „Ohne die Malteser hätten wir nicht kommen können.“

Vor Ort an der Marienkirche fielen die Malteser nicht nur durch ihre Wagen auf, sondern auch durch knallrote Poloshirt der Altenpflegeschüler der Malteser-Berufsfachschule für Pflegekräfte Duderstadt. Dienststellenleiterin Jacqueline Haase hatte die 21 Damen und Herren des zweiten Ausbildungsjahres mit den auffälligen roten Hemden samt Malteser-Logo ausgestattet. Als Ansprechpartner für alte und gebrechliche Wallfahrer leisteten die angehenden Altenpfleger gute Dienste.

Bei bestem Wetter wurden die insgesamt rund 300 Wallfahrer Zeugen eines bewegenden Gottesdienstes, in dem der Duderstädter Propst Bernd Galluschke und Diakon Martin Wirth aus Göttingen, beide selbst behindert, sehr persönliche und tröstende Worte für die Besucher fanden. Mit einer ökumenischen Schlussandacht fand diese zweite Marienwallfahrt für Menschen mit Behinderung und Kranke einen würdigen Abschluss. Aus Anlass des 1.200-jährigen Bistumsjubiläums hatte das Bistum Hildesheim 2015 erstmals zu diesem besonderen Treffen eingeladen. Möglicherweise soll diese Einladung künftig alle zwei Jahre wiederholt werden.

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