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Malteser Buxtehude

Stolz und Sorge

Malteser verbanden ihre Delegiertenversammlung mit einem großen Fest

27.08.2018
Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Familienmitglieder der Malteser auf Burg Warberg; Bildquelle: Schulze/Malteser

Warberg/Hannover (mhd). Die Malteser in der Diözese Hildesheim haben viel erreicht in den vergangenen Jahren, blicken aber nicht ohne Sorgen in die Zukunft, wie am Samstag, 25. August, auf der Diözesandelegiertenversammlung auf Burg Warberg bei Königslutter deutlich wurde. Eingebettet war diese Versammlung in ein großes Fest, an dem fast 450 Malteser aus der ganzen Diözese mit ihren Familien teilnahmen.

Viel hat sich getan seit der letzten Diözesandelegiertenversammlung, die laut Satzung alle zwei Jahre stattfinden muss. Der Zustrom von Flüchtlingen, die in 2015 und 2016 auch von den Maltesern versorgt wurden, ist abgeebbt. Damals erzielten die Malteser in der Diözese Hildesheim, wie auch andere Hilfsdienste, ein sehr gutes finanzielles Ergebnis. Dies werde sich vermutlich nie wiederholen, sagte Raphael Ebenhoch, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim, bei seinem Rechenschaftsbericht.

Wie andere Hilfsdienste, so haben sich auch die Malteser mit dem Niedersächsischen Innenministerium darauf geeinigt, diese Überschüsse aus der Flüchtlingsarbeit für die Notfallvorsorge und die Gewinnung und Ausbildung von Ehrenamtlichen zu investieren. Rund 3,5 Millionen Euro stehen den Maltesern in Niedersachsen dafür zur Verfügung.

Auch ohne Flüchtlinge blieb genug Arbeit in den vergangenen zwei Jahren: In Hildesheim zum Beispiel beteiligen sich die Malteser inzwischen an einem jährlichen „Wohlfühlmorgen“ für Obdachlose und sozial Schwache und mit ihrem Herzenswunsch-Krankenwagen fahren Ehrenamtliche seit 2017 schwerkranke Patienten noch einmal an einen Ort ihrer Wahl. In Celle verhilft der „Mobile Einkaufswagen“ seit über einem Jahr älteren Menschen zu einem Einkaufserlebnis in netter Gemeinschaft.

Darüber hinaus musste Ebenhoch aber auch von Problemen berichten: Die Rahmenbedingungen für Hilfsorganisationen werden in Staat und Gesellschaft immer unzuverlässiger, es fällt zudem schwerer, Nachwuchs für die ehrenamtliche Arbeit und inzwischen auch geeignete Mitarbeiter für das bezahlte Hauptamt zu finden. Die zunehmende Bürokratisierung der Arbeit und die Arbeitsverdichtung im Beruf schrecken viele Menschen davon ab, sich als Führungskraft bei den Maltesern zu engagieren. Mit ihrem „Diözesanen Umsetzungskonzept Ehrenamt (DUKE)“ versuchen die Malteser seit zwei Jahren gegenzusteuern. Insgesamt können die Malteser stolz sein auf das Geschaffte, so Ebenhoch, dürfen jetzt aber nicht über ihre Verhältnisse leben.

Neben den Rechenschaftsberichten stand auch eine turnusmäßige Wahl an: Maik Hüttig und Petra Zahn (wiedergewählt) werden in den kommenden vier Jahren die ehrenamtlichen Helfer im Diözesanvorstand vertreten. Phillipp Lasser, der berufsbedingt ausscheidet, wurde mit einer Maltesermedaille geehrt.

Eingebettet war die Delegiertenversammlung in ein großes Fest rund um Burg Warberg, das erst am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst im Burginnenhof endete. Neben 450 Maltesern war auch Vinciane Gräfin von Westphalen, Vizepräsidentin des Malteser Hilfsdienstes, aus Köln gekommen, um den Maltesern in der Diözese Hildesheim für deren „hoch professionelle, hoch engagierte und warmherzige Arbeit“ Lob und Dank des Bundespräsidiums auszurichten.

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