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Malteser Buxtehude

Wo der Himmel die Erde berührt

Die Lourdes-Reliquie der Hl. Bernadette hat Marienrode erreicht

09.10.2018
Sie kann noch bis Mittwochabend in Marienrode verehrt werden: Die Reliquie der Hl. Bernadette Soubirous aus Lourdes; Bildquelle: Lukas/Malteser.

Hildesheim (mhd). Gestern Nachmittag, Montag, 8. Oktober, hat der Reliquienschrein der Hl. Bernadette Soubirous die Klosterkirche Marienrode bei Hildesheim erreicht. Zu sehen ist er dort bis zum morgigen Mittwoch.

Die Glocke der ehemaligen Zisterzienserkirche schlug 15 Uhr, als der Malteserwagen gestern in den Klosterhof einbog, erwartet von den Schwestern des Klosters, erwartet auch von Vertretern der Medien. Sie alle wurden Zeugen, wie Maximilian Freiherr von Boeselager und seine Frau Marie-Rose mit mehreren Helfern die unscheinbaren, aber schweren Kisten aus dem Wagen hoben: Der kostbare Reliquienschrein in der einen, eine lebensgroße Madonnenfigur in der anderen Kiste. Mit vereinten Kräften wurden sie in die Kirche gebracht und rechts vom Chor aufgestellt, wo sie bis zum Mittwochabend von den Gläubigen verehrt werden können.

Am frühen Morgen hatten Maximilian Freiherr von Boeselager, Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, und seine Frau, Diözesanoberin Marie-Rose Freifrau von Boeselager, die wertvolle Reliquie in der Berliner Kirche Maria Frieden in Empfang genommen und mit dem Wagen nach Hildesheim gebracht. „Diese wertvolle Reliquie im Wagen zu haben, hat mich sehr angerührt,“ sagt die Diözesanoberin später einem Journalisten. „Mein Mann und ich haben unterwegs beim Fahren den Rosenkranz gebetet.“

Ähnlich empfindet das Schwester Maria Elisabeth Bücker aus Marienrode, eine erfahrene Lourdes-Pilgerin. Sie fühlt sich durch die Reliquie der Hl. Bernadette Soubirous daran erinnert, „dass sich in Lourdes Himmel und Erde berührten.“ Das sehen wohl auch andere so, denn schon die gestrige Marienvesper in der Klosterkirche war sehr gut besucht und bis weit in den Abend hinein kamen Menschen, um einen Blick auf den Reliquienschrein zu werfen.

Am heutigen Dienstag wird Domkapitular und Malteser-Priester Dr. Christian Wirz um 17 Uhr in Marienrode eine Messe lesen, danach folgt eine Lichterprozession über den Klosterhof. Erwartet werden zahlreiche Gläubige aus dem Bistum Hildesheim, selbst aus Hamburg und Magdeburg haben sich Reisegruppen angesagt. Die Malteser bieten einen Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen an und holen Gläubige unter anderem aus Duderstadt, Wolfenbüttel und dem Raum Hannover ab.

Der morgige Mittwoch steht dann ganz im Zeichen polnischer Frömmigkeit. Dieser Tag beginnt mit einer Konventsmesse um 7.45 Uhr, um 16.30 Uhr wird die Gottesmutter mit einer Rosenkranzandacht und polnischen Marienliedern geehrt. Der Messe um 17.30 Uhr folgt wieder eine Lichterprozession, beide in polnischer Sprache, und um 19 Uhr steht eine Stärkung für die Rückreise bereit. Am folgenden Donnerstag, 11. September, wird die Reliquie dann weiter transportiert nach Maria Brünnlein im Bistum Eichstätt.

Am 11. Februar 1858 ist der Müllertochter Bernadette Soubirous in Lourdes zum ersten Mal die Gottesmutter Maria erschienen. Nach ihrem frühen Tod im Alter von 35 Jahren durch Knochentuberkulose wurde Bernadette Soubirous von Papst Pius XI. am 14. Juni 1925 selig und am 8. Dezember 1933 heiliggesprochen. Im Zusammenhang damit hat man dem Leichnam Reliquien entnommen, die in einem kostbaren Reliquienschrein in der Krypta der Basilika der Unbefleckten Empfängnis in Lourdes aufbewahrt werden.

In diesem Jahr ist der Reliquienschrein jedoch in vielen deutschen Bistümern zu sehen, so auch in Kloster Marienrode bei Hildesheim. Organisiert wird der Besuch gemeinsam vom Verein der „Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes“, dem die Malteser angehören, und der Wallfahrtsstätte in Lourdes. Anlass ist der 25. Gründungstag der Hospitalité. Bereits im vergangenen Jahr reiste die Reliquie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung durch Italien und den Libanon. In Deutschland begann die Reise der Bernadette-Reliquie am 6. September in Kevelaer, Bistum Münster. Sie endet am 24. November in Trier.

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