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Malteser Buxtehude

Auf Wiedersehen in Lourdes!

Die Reliquie der Hl. Bernadette ist auf dem Weg ins Bistum Eichstätt

11.10.2018
Die Hildesheimer und Eichstätter Malteser mit den Benediktinerinnen von Marienrode nach dem Reisesegen durch Bruder Bernhardin M. Seither OFM Conv. (4. von links). Vorne, 5. von links, Organisatorin Marie-Rose Freifrau von Boeselager; Bildquelle: Lukas/Malteser.

Hildesheim (mhd). Dankbar und wehmütig haben die Malteser in der Diözese Hildesheim und die Benediktinerinnen von Kloster Marienrode am heutigen Donnerstag, 11. Oktober, die Reliquie der Hl. Bernadette Soubirous in die Hände Eichstätter Malteser gegeben. Dort steht der wertvolle Reliquienschrein ab heute Abend in der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein. In die Klosterkirche von Marienrode waren in den vergangen drei Tagen rund 1.500 Pilger gekommen, um die Reliquie zu verehren.

Was am Montag ausgepackt wurde, musste nun den Weg zurück in die unscheinbaren Kisten finden: Am frühen Donnerstagmorgen traf sich eine kleine Gruppe von Maltesern in der Marienrode Klosterkirche, um die Reliquie gemeinsam mit den Schwestern reisefertig zu machen. Schon nach einer knappen Stunde war alles in den stabilen Wagen mit Eichstätter Kennzeichen verpackt und nur die Aufschrift auf den Kisten ließ den wertvollen Inhalt erahnen.

Eine überaus positive Bilanz der vergangenen drei Tage zieht Marie-Rose Freifrau von Boeselager. Die Diözesanoberin der Malteser in der Diözese Hildesheim hat den Besuch der Hl. Bernadette in Marienrode maßgeblich organisiert und schätzt, dass seit der Marienvesper am Montagnachmittag bis zu 1.500 Gläubige den Weg in die Klosterkirche gefunden haben, zu einem der beiden großen Gottesdienste mit Lichterprozession oder auch nur zum stillen Gebet. Ein Pilger habe ihr gesagt: „Wie schön ist es, diese Wärme zu spüren.“ Von Boeselager kann dieses Gefühl gut nachvollziehen. „Ich bin glücklich, dass alles so gut gelaufen ist und zugleich traurig - als ob ich ein Kind hergeben müsste.“ Glücklicherweise steht das nächste Treffen schon fest: Am 29. August nächsten Jahres werden die Malteser in der Diözese Hildesheim wie jedes Jahr mit Kranken und Beeinträchtigten nach Lourdes fliegen und dort den Reliquienschrein wiedersehen.

Dieser Schatz ist nun in den Händen von Guy Graf von Moy, Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Eichstätt, und deren Diözesanoberin Cecile Bergmann. Gemeinsam mit Stephanie Fischer-Stabauer, der designierten stellvertretenden Diözesanoberin der Eichstätter Malteser, und dem dortigen Geschäftsführer Christian Alberter waren sie schon am Vorabend angereist, um am Donnerstag frühzeitig aufbrechen zu können. Denn erwartet wird der Reliquienschrein spätestens am Abend um 19.30 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein bei Wemding in der Diözese Eichstätt vom dortigen Bischof Gregor M. Hanke OSB. Bis zum kommenden Montag, 15. Oktober, sind zahlreiche Gottesdienste und Andachten samt Vorträgen geplant.

Die Idee, die Reliquie der Hl. Bernadette aus Lourdes durch die deutschen Diözesen zu schicken ist in den Augen von Cecile Bergmann geradezu „sensationell“ und ein „Geschenk der Nähe.“ Eine „Verbindung zum Himmlischen“ sieht auch ihre zukünftige stellvertretende Diözesanoberin Stephanie Fischer-Stabauer, die freimütig bekennt, in Lourdes „ein Stück geistige Heimat“ gefunden zu haben. Diözesanleiter Guy Graf von Moy war schon 15-mal in Lourdes und hat nach eigener Auskunft ein fast inniges Verhältnis zur Reliquie der Hl. Bernadette. In Marienrode waren die Eichstätter zum ersten Mal. Bei den Benediktinerinnen von Marienrode haben sie nicht nur die alte Bekannte Bernadette getroffen, sondern auch jede Menge neue Freundinnen gefunden. „Die Fröhlichkeit der Schwestern und die Frömmigkeit der Besucher hier haben mich begeistert“, sagt Graf von Moy.

Am 11. Februar 1858 ist der Müllertochter Bernadette Soubirous in Lourdes zum ersten Mal die Gottesmutter Maria erschienen. Nach ihrem frühen Tod im Alter von 35 Jahren wurde Bernadette Soubirous von Papst Pius XI. am 14. Juni 1925 selig und am 8. Dezember 1933 heiliggesprochen. Im Zusammenhang damit hat man dem Leichnam Reliquien entnommen, die in einem kostbaren Reliquienschrein in der Krypta der Basilika der Unbefleckten Empfängnis in Lourdes aufbewahrt werden.

In diesem Jahr ist der Reliquienschrein jedoch in vielen deutschen Bistümern zu sehen und war es auch in Kloster Marienrode bei Hildesheim. Organisiert wird der Besuch gemeinsam vom Verein der „Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes“, dem die Malteser angehören, und der Wallfahrtsstätte in Lourdes. Anlass ist der 25. Gründungstag der Hospitalité. Die Reise der Bernadette-Reliquie begann am 6. September in Kevelaer, Bistum Münster. Sie endet am 24. November in Trier.

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